4 Bartmythen unter der Lupe

Immer wieder kursieren verschiedene Mythen übern den Bartwuchs. Wie er schneller wächst, wie dicht dein Bart wird, wie lang er wachsen kann. Doch was ist da eigentlich dran? Heute nehme ich für dich vier Mythen unter die Lupe und erzähle dir, wie es wirklich ist.

Mythos Eins: Durch Rasieren wächst der Bart schneller und dichter
Gerade in der Anfangsphase hört man immer wieder von Bekannten und Freunden: Rasier dir den Bart doch häufiger, dann wächst er auch schneller und dichter. Und zugegeben: Ich hab auch mal an diesen Mythos geglaubt. Aber Fakt ist: das ist schlichtweg falsch. Denn das Rasieren hat keinerlei Auswirkung auf die Dichte oder die Schnelligkeit des Bartwuchses, sondern lediglich auf die Beschaffenheit des einzelnen Barthaars selbst.
Aber woher kommt dann der Mythos? Haare haben, wenn sie natürlich wachsen, spitz zulaufende Enden. Dadurch wirken besonders die Enden nicht wirklich dicht und die Haare nicht sonderlich kräftig. Rasiert man diese Enden ab, sind die Haare in dem Moment stumpf und nehmen mehr Platz auf der Haut ein. Das hat zur Folge, dass der Bart dichter wirkt. Er ist es jedoch nicht. Dieser Mythos ist also falsch.

Mythos Zwei: Knoblauch fördert den Bartwuchs
Besonders in südlichen Kulturen hört man immer wieder den Ratschlag, dass man bei Haarausfall, kahlen Stellen, einem lückenhaften Bart oder spärlichen Augenbrauen etwas Knoblauch auf die betroffenen Stellen reiben soll. Wissenschaftliche Studien, die das belegen könnten, gibt es jedoch nicht. Bisher hat sich die Medizin schlichtweg nicht für dieses Thema interessiert und somit auch keine Studien dazu durchgeführt. Bestätigt wurde zwar, dass Knoblauch durchaus das Wachstum bestehender Haare anregen kann, aber ob das Einreiben von Knoblauch wirklich förderlich für das Bartwachstum ist, bleibt ungewiss. Fakt ist jedoch: du bekommst durch diesesn Mythos einen eher unapettitlichen Duft, mit dem du sicherlich nicht den ganzen Tag unter Leute gehen möchtest. Wenn du also diesen Mythos auf die Probe stellen möchtest, tu das lieber nicht, wenn du jeden Tag ins Büro musst.

Mythos Drei: Der Bart wächst unendlich lang, wenn man ihn wachsen lässt
Wir alle wissen, dass die meisten Körperhaare nur bis zu einer bestimmten Länge wachsen können und dann einen Wachstumsstopp erfahren, zum Beispiel Wimpern, Achselhaare und Brusthaare. Wie aber sieht das mit Barthaaren aus?
Ein Bart kann, wenn man ihn denn lässt, eine beachtliche Länge erreichen. Das Wachstum selbst und die Länge sind jedoch abhängig vom Wachstumszyklus der Haare. Das Barthaar hat drei Lebenszyklen: Die Wachstumsphase, die Abbauphase und die Ruhephase. Sind all diese Zyklen durchlaufen, fällt es aus. Das ist ganz natürlich und geht euch auch mit euren Kopfhaaren so. Nicht alle Haare befinden sich in derselben Phase, sodass man von diesem natürlichen Zyklus optisch kaum etwas mitbekommt. Dennoch findet er statt und dauert ungefähr sieben Jahre. Der Mythos, dass ein Bart unbegrenzt wachsen kann, ist demzufolge falsch.

Im Übrigen: Der Mann mit dem längsten Bart war ein Norweger, der 1927 in den USA lebte. Sein Bart war stolze 5 Meter 33.

Mythos Vier: Wenn man bis 23 keinen Bart hat, bekommt man nie einen
Zwischen vierzehn und achtzehn Jahren, in der Pubertät also, beginnt in der Regel das Bartwachstum. Wie stark der Bart jedoch wächst, ist von den Genen abhängig. Deswegen lohnt sich ein Blick auf deinen Vater oder Opa: Haben sie einen dichten Bart, wirst auch du wahrscheinlich einen dichten Bart bekommen. Dennoch kann es etwas dauern, denn der Bartwuchs steigert sich von Jahr zu Jahr. Hast du mit 23 Jahren noch überhaupt keinen Bartwuchs, wird es natürlich in den folgenden Jahren schwer, einen wirklich dichten Bart zu bekommen. Dennoch kannst du dich ein wenig am Bartwuchs deiner Verwandten orientieren. Denn selbst wenn dein Bartwuchs mit 23 noch nicht so kräftig ist, wird er sich noch steigern. Der Mythos ist also falsch.

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